|
|
Dies als Anstoß zu einer imaginären Filmreihe mit dem Titel “The Proletarian Imaginary of Reaganite Hollywood, 1981-1989″. Weitere Kandidaten: Flashdance (Adrian Lyne, 1983), Thief (Michael Mann, 1981), They live (John Carpenter, 1988). Vielleicht noch, obwohl ganz schön versöhnlerisch: Pretty in Pink (Howard Deutch, 1986), Breakfast Club (Howard Hughes, 1985). Unter Umständen, wegen des hohen Aufkommens [...]
Auf Olaf Möllers Empfehlung habe ich mich mit dem bosnischen Regisseur Želimir Žilnik vertraut gemacht. Seine drei Kenedi-Filme – Kenedi se vraca kuci, Kenedi, Lost and Found und Kenedi se ženi – sind von einer Intensität, die man nur deshalb aushält, weil der schelmische Protagonist es einem vormacht. Žilnik begleitet Kenedi, einen jungen Roma, der vor [...]
Die wichtigste DVD-Veröffentlichung des Jahres scheint sich auf den Philippinen zu materialisieren. Sine Olivia Pilipinas and Linao Films veröffentlichen gemeinsam drei Hauptwerke von Lav Diaz: Heremias, Death in the Land of the Encantos und Melancholia. Die DVDs scheinen liebevoll gemacht und mit interessanten Extras ausgestattet zu sein, ungeklärt ist bisher lediglich die Untertitelfrage, die verlinkte [...]
Der neue Film von John Sayles, der noch dieses Jahr erscheinen soll, wird sich mit dem amerikanisch-philippinischen Krieg 1899 bis 1902 beschäftigen. Das Thema scheint plötzlich wieder auf der Tagesordnung zu sein: Nach John Gianvitos Vapor Trail (Clark) ist Amigo (hier das Blog zum Film, unter anderem mit einem ersten Trailer) gleich der zweite Film [...]
Seit den späten 90er Jahren hatte sich im Südosten Nigerias, in der Igbo-Region, eine Gruppe von Vigilanten gebildet: die Bakassy Boys sollten die Bürger und Händler vor den wachsenden Schikanen und Überfällen durch bewaffnete Kriminelle auf dem Markt der Stadt Aba schützen. Diese paramilitärische Bürgerwehr geriet der Videofilmindustrie Nollywood zum Stoff für eine erfolgreiche Serie, [...]
In seiner Einführung zu Raya Martins Independencia im Rahmen unserer Filmreihe kam Maximilian Linz auf Josef von Sternbergs letzten Film Anatahan zu sprechen, den Martin selbst wiederholt als einen möglichen Wahlverwandten seiner eigenen Filmästhetik ins Feld geführt hat. Jonathan Rosenbaum hat vor einigen Tagen seinen eigenen sehr schönen Text aus den späten Siebzigern zum Sternberg-Film [...]
Zwei Empfehlungen für alle, die auch weiterhin dem fortgesetzten Deutschlandwahn in Richtung Lichtspielhaus flüchten möchten: Im Zeughauskino läuft ab heute eine natürlich ganz unbedingt sehenswerte Doppelretro Max und Marcel Ophüls und im Arsenal ab Freitag eine sehr interessante Retrospektive mexikanischer Melodramen.
(und hier geht es selbstverständlich auch nach dem Abschluss von Spuren eines Dritten Kinos weiter.)
Walter Salles entstammt einer einflussreichen Familie. Sein Vater Walter Moreira Salles leitete die von Walters Großvater gegründete Unibanco, eine der größten Banken Brasiliens, fungierte als brasilianischer Botschafter in Amerika und war dort mit Mick Jagger und Greta Garbo befreundet. Ein Bruder leitet die Familienbank noch heute, ein anderer ist Dokumentarfilmer und arbeitet in der [...]
In Ergänzung zu Cecilias Text zu Joaquim Pedro de Andrade.
Dem Cinema Novo wurde nicht selten vorgeworfen, dass seine komplexen, oft allegorisch-obskurantistischen Filme in ihrer Ästhetik ihrem politischen, sozialreformerischen Impetus, ihrer Vermittelbarkeit, entgegen liefen. In seiner klassisch antiientellektuellen, paternalistischen Variante würde ich dieses Argument ja ohne weitere Anstrengungen zurückweisen wollen, schon alleine, weil es auf nichts anderes [...]
Jetzt online: Unser Einführungsvortrag zur Filmreihe “Spuren eines Dritten Kinos”, Ekkehard Knörers Einführung zu Lav Diaz’ “Evolution of a Filipino Family” und meine zum Nollywood-Schwerpunkt (unter dem Menüpunkt MATERIAL auf der Homepage zum Projekt).
|