… gibt es ein Interview mit Nollywood Schauspieler Van Vicker auf Nigeria Films. Das Interview ist deswegen interessant, weil es den paternalistischen Ratschlägen von deutschen Filmkritikern zum Trotz zeigt, wie stark professionalisiert Nollywood unterdessen funktioniert. Der Vergleich zwischen der Filmindustrie Nigerias und Ghanas ist auch deswegen ganz interessant, weil es andererseits in Ghana allmählich eine bedeutender werdende Synchronisationsindustrie gibt – was als Berührungspunkt zwischen dem “frankophonen” und dem “anglophonen” Afrika an Bedeutung kaum zu überschätzen ist. In der Literatur werden die Sprachräume ja oft als streng geschiedene Distributionsräume dargestellt.
Wie gut die Synchronisation von afrikanischen Filmen funktionieren kann, hat Julien Enoka Ayemba im Januar mit Sofia von Boubakar Diallo (Burkina Faso 2004, 105 min.) vor Augen geführt…
